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Welche Bürsten Braucht Man Für Ein Pferd? Die Komplette Grundausstattung

Quick answer

Ein Pferd braucht für die Grundpflege fünf Bürsten: einen Striegel zum Lösen von Schmutz, eine weiche Kardätsche für die Feinreinigung, eine eigene Schweif- und Mähnenbürste, einen Hufkratzer mit Bürste und einen Fellwechselkamm. Bei MHS Pferdesport gibt es diese Grundausstattung einzeln oder gebündelt als Komplettset für den direkten Einstieg.

Komplette PutzboxKomplette Putzbox

Wer sein erstes eigenes Pferd oder Pony bekommt, steht meist vor einem Regal voller Bürsten und weiß nicht, wo anfangen. Ich bekomme diese Frage in der Beratung fast wöchentlich, meist von Reitern, die gerade selbst Verantwortung für ein Tier übernehmen.

Putzen ist mehr als Kosmetik. Wer sein Pferd täglich gründlich abbürstet, sieht kleine Hautveränderungen, Verletzungen oder Parasiten oft, bevor sie zum Problem werden, ein Punkt, den auch die AAEP in ihren Empfehlungen zur täglichen Gesundheitskontrolle nennt.

Im Folgenden gehe ich durch, welche Bürsten wirklich gebraucht werden, in welcher Reihenfolge man sie einsetzt und wann sich ein Komplettset gegenüber dem Einzelkauf lohnt.

  • Fünf Werkzeuge bilden die Grundausstattung: Striegel, weiche Bürste, Schweif- und Mähnenbürste, Hufkratzer mit Bürste und Fellwechselkamm, jedes mit einer eigenen Aufgabe in der Putzroutine.
  • Die Reihenfolge beim Putzen folgt immer demselben Ablauf: erst grob mit dem Striegel lösen, dann fein bürsten, dann Mähne und Schweif, dann die Hufe.
  • Striegel und Kardätsche übernehmen unterschiedliche Aufgaben: der Striegel löst Schmutz, die weichere Bürste nimmt ihn ab, ohne die Haut zu reizen.
  • Ein Fellwechselkamm mit Klingen beschleunigt den Fellwechsel im Frühjahr und Herbst spürbar, weil er totes Unterfell entfernt, das der Striegel allein nicht löst.
  • Regelmäßiges Ausklopfen, feuchte Reinigung und eigene Bürsten pro Pferd verlängern die Lebensdauer der Ausstattung und beugen der Übertragung von Hautpilz oder Parasiten vor.

Welche Bürsten braucht ein Pferd mindestens?

Fünf Werkzeuge decken die Grundpflege bei jedem Pferd oder Pony ab: ein Striegel, eine weiche Bürste, eine eigene Schweif- und Mähnenbürste, ein Hufkratzer mit Bürste und ein Fellwechselkamm.

Der Striegel kommt zuerst zum Einsatz. Ein Modell wie die Doppelte ComfortCare-Striegelbürste mit doppelseitigem Metallaufbau und Gelgriff löst Schmutz, getrockneten Schweiß und lose Haare, bevor überhaupt weiter gebürstet wird.

Für Mähne und Schweif braucht es eine eigene Bürste. Eine normale Körperbürste ist für dickeres, langes Haar nicht gemacht, sie reißt einzelne Strähnen eher aus, statt sie sanft zu entwirren.

Der Hufkratzer/Bürstenmagnet verbindet Hufkratzer und Nylonbürste in einem Griff. Dank Magnet lässt er sich direkt am Stall oder an der Box befestigen, sodass er nicht ständig zwischen Putzkiste und Reithalle verloren geht.

Wer alle fünf Funktionen auf einmal abdecken will, findet sie gebündelt in der Komplette Putzbox. Sie enthält Hufkratzer mit Bürste, Glanzbürste, Hartbürste, Striegel, Schwamm und Mähnenkamm in einer herausnehmbaren Schublade, praktisch für den direkten Einstieg mit dem ersten eigenen Pferd.

In welcher Reihenfolge putzt man ein Pferd richtig?

Die richtige Putzreihenfolge beginnt mit dem Striegel, der Schmutz, Schweißreste und lose Haare aus dem Fell löst, bevor irgendetwas anderes zum Einsatz kommt. Danach folgt eine weichere Bürste, die den gelösten Staub und feine Rückstände von der Hautoberfläche abnimmt, ohne das Fell erneut aufzuwühlen.

Mähne und Schweif werden separat mit der Schweif- und Mähnenbürste ComfortCare bearbeitet, damit das Langhaar beim Entwirren nicht bricht. Zum Schluss werden die Hufe mit dem Hufkratzer/Bürstenmagnet ausgekratzt, damit Steine und Mist aus der Sohle verschwinden, bevor das Pferd gesattelt oder in die Box zurückgeführt wird.

Im Fellwechsel kommt zusätzlich der Geruchskamm ComfortCare zum Einsatz, der lose Wintervolumen gezielt ausdünnt. Dieser Schritt ergänzt die Routine nur in den Übergangsmonaten, sonst bleibt die Reihenfolge das ganze Jahr über gleich.

Die Putzroutine Schritt für Schritt

Schritt Werkzeug Ziel
Grobreinigung Doppelte ComfortCare-Striegelbürste Schweiß, Schmutz und lose Haare lösen
Feinreinigung weiche Bürste aus der Komplette Putzbox gelösten Staub und Rückstände abnehmen
Mähne und Schweif Schweif- und Mähnenbürste ComfortCare Verwirrungen ohne Haarbruch lösen
Hufe Hufkratzer/Bürstenmagnet Steine und Mist aus der Sohle entfernen
Zusatzschritt im Fellwechsel Geruchskamm ComfortCare loses Winterfell ausdünnen

Was ist der Unterschied zwischen Striegel und Kardätsche?

Ein Striegel und eine Kardätsche unterscheiden sich vor allem in Material und Einsatzzweck. Der Striegel hat feste Zacken oder Gumminoppen und wird in kreisenden Bewegungen über das Fell geführt, um festsitzenden Schmutz zu lösen.

Die Kardätsche, oft auch als weiche Bürste bezeichnet, arbeitet dagegen mit kürzeren, feineren Borsten. Sie nimmt den bereits gelösten Staub von der Hautoberfläche ab, ohne dabei zu reizen oder zu kratzen.

Die Doppelte ComfortCare-Striegelbürste ist doppelseitig aus Metall gearbeitet und eignet sich damit für gröberen Schmutz und eingetrocknete Schweißreste. Die weichere Bürste aus der Putzbox übernimmt danach die Feinreinigung und rundet das Fell ab.

Bei empfindlicher Haut oder dünnem Fell, wie es bei Ponys im Sommer häufig vorkommt, sollte man mit weniger Druck striegeln. In solchen Fällen wechsle ich früher und öfter zur weichen Bürste, statt lange mit dem Striegel zu arbeiten. So bleibt die Haut geschont und das Fell trotzdem gründlich gereinigt.

Doppelte ComfortCare-StriegelbürsteDoppelte ComfortCare-Striegelbürste

Welche Bürste hilft im Fellwechsel am besten?

Ein Fellwechselkamm mit Klingen hilft im Frühjahr und Herbst am meisten, weil er lose Haare gezielt aus dem Winterfell zieht statt sie nur an der Oberfläche zu verteilen. Der Geruchskamm ComfortCare ist genau für diesen Zweck gebaut: ein Metallkamm mit Klingen, der größere Mengen losen Haars in kurzer Zeit entfernt.

Ein normaler Striegel allein reicht im Fellwechsel meistens nicht aus. Das dichte Unterfell löst sich dabei oft nur an der Oberfläche, während darunter weiterhin lose Haare festsitzen und das Fell struppig aussehen lassen.

Wer regelmäßig striegelt und den Fellwechselkamm ergänzend einsetzt, merkt einen deutlichen Unterschied. Die Zeit, bis das Sommer- oder Winterfell vollständig durchkommt, verkürzt sich spürbar, weil totes Haar konsequent entfernt wird statt sich über Wochen selbst auszudünnen. Gerade bei Pferden mit dichtem Winterfell oder bei Ponys mit ausgeprägtem Unterfell lohnt sich dieser zusätzliche Schritt in der Putzroutine besonders.

Wie pflegt und reinigt man Pferdebürsten?

Pferdebürsten halten am längsten, wenn sie nach jedem Putzen ausgeklopft werden, damit sich Schmutz nicht in den Borsten festsetzt und beim nächsten Einsatz wieder auf das Fell übertragen wird.

Metallstriegel wie die Doppelte ComfortCare-Striegelbürste lassen sich problemlos mit Wasser abspülen. Danach sollten sie aber trocken gelagert werden, damit der Gelgriff nicht aufweicht und rissig wird.

Die weicheren Bürsten aus der Putzbox sowie die Schweif- und Mähnenbürste ComfortCare vertragen eine gründlichere Reinigung. Ich lege sie in lauwarmes Wasser mit etwas Shampoo, bürste die Borsten kurz durch und lasse sie komplett trocknen, bevor sie wieder in die Putzbox kommen. Feucht verstaut schimmeln Borsten und Griffe schneller.

Stehen mehrere Pferde im selben Stall, empfehle ich, jedem Tier eigene Bürsten zuzuordnen, statt sich das Putzzeug zu teilen. Über gemeinsam genutzte Bürsten verbreiten sich Hautpilz und Parasiten leicht von einem Pferd zum nächsten, ein Risiko, das sich mit klar markierten, getrennten Sets vermeiden lässt.

Lohnt sich eine fertige Putzbox oder soll man einzeln kaufen?

Für den Einstieg mit dem ersten eigenen Pferd oder Pony ist die Komplette Putzbox die einfachste Lösung. Sechs Werkzeuge sind direkt aufeinander abgestimmt, sodass keine Lücke in der Grundausstattung entsteht und nichts nachgekauft werden muss.

Anders sieht es aus, wenn schon einzelne Bürsten vorhanden sind oder besonders robuste Einzelstücke gesucht werden. In diesem Fall kaufe ich gezielt nach, etwa die Doppelte ComfortCare-Striegelbürste für die Grobreinigung oder den Hufkratzer/Bürstenmagnet für die Hufpflege, statt eine ganze Box zu ersetzen, nur weil ein Teil verschlissen ist.

Bei mehreren Pferden im selben Stall lohnt sich der Einzelkauf oft mehr als das Komplettset. Jedes Tier bekommt dann nur die Werkzeuge doppelt, die es tatsächlich braucht, etwa einen zweiten Striegel und eine zweite Mähnenbürste, statt gleich eine komplette Box pro Pferd anzuschaffen. Das spart Platz im Putzkasten und vermeidet, dass Werkzeuge herumliegen, die ohnehin kaum genutzt werden.

Die Grundausstattung an Pferdebürsten im Überblick

Bürste Material/Bauart Haupteinsatz Passendes Produkt
Striegel/Kardätsche Metall, doppelseitig, mit Gelgriff löst Schmutz und Staub vor dem Bürsten Doppelte ComfortCare-Striegelbürste
Mähnen- und Schweifbürste weiche Borsten, ergonomischer Gelgriff entwirrt Langhaar ohne Haarbruch Schweif- und Mähnenbürste ComfortCare
Hufkratzer mit Bürste Kunststoffgriff, Nylonborsten, Magnet säubert Hufsohle und Strahlfurchen Hufkratzer/Bürstenmagnet
Fellwechselkamm Metallkamm mit Klingen entfernt loses Winter- oder Sommerfell Geruchskamm ComfortCare
Komplettset Box mit sechs Werkzeugen deckt die gesamte Grundpflege ab Komplette Putzbox

Welches Set passt zu meiner Stallsituation?

Steht ein erstes eigenes Pferd oder Pony im Stall, greife ich zur Komplette Putzbox, weil sie alle sechs Grundwerkzeuge sofort einsatzbereit macht und keine Lücke offen lässt.

Anders liegt der Fall, sobald mehrere Pferde versorgt werden oder einzelne Bürsten durch häufigen Gebrauch schneller verschleißen. Dann kaufe ich gezielt nach, etwa eine zweite Doppelte ComfortCare-Striegelbürste oder einen weiteren Hufkratzer/Bürstenmagnet, statt jedes Mal eine ganze Box neu anzuschaffen.

Wer noch unsicher ist, fängt am besten mit der Grobreinigung an und ergänzt von dort aus Stück für Stück. Der Striegel ist in jeder Stallsituation der erste sinnvolle Griff.

Vor dem nächsten Putzen hilft dieser kurze Check, ob die Grundausstattung wirklich vollständig ist:

  • Striegel griffbereit haben, um vor jedem Ritt Schmutz und losen Schweiß zu lösen
  • Weiche Bürste für die Feinreinigung nach dem Striegeln bereitlegen
  • Eigene Schweif- und Mähnenbürste benutzen, nie die Körperbürste dafür zweckentfremden
  • Hufkratzer mit Bürste am Stall griffbereit befestigen, zum Beispiel mit Magnetbefestigung
  • Im Fellwechsel zusätzlich einen Fellwechselkamm einplanen
  • Bürsten nach jedem Gebrauch ausklopfen und regelmäßig feucht reinigen
  • Bei mehreren Pferden im Stall jedem Tier eigene Bürsten zuordnen
Braucht ein Shetlandpony andere Bürsten als ein großes Pferd?

Ein Shetlandpony braucht die gleichen fünf Grundwerkzeuge wie ein großes Pferd, nur mit weniger Kraftaufwand beim Striegeln. Das dichte Ponyfell und die oft empfindlichere Haut vertragen weniger Druck, deshalb lohnt sich bei kleinen Rassen ein früherer Wechsel zur weichen Bürste. Bei Langmähnen und dichten Schweifen, wie sie bei Shetlandponys häufig vorkommen, braucht die Schweif- und Mähnenbürste zudem etwas mehr Zeit pro Durchgang.

Kann man dieselbe Bürste für Mähne, Schweif und Körperfell verwenden?

Für Mähne, Schweif und Körperfell braucht es getrennte Bürsten, weil die Haarstruktur unterschiedlich ist. Körperfell ist kurz und liegt flach an, während Mähnen- und Schwanzhaar deutlich länger und oft dicker ist. Eine Körperbürste zieht an langem Haar zu fest und reißt einzelne Strähnen aus, während eine reine Mähnen- und Schweifbürste beim kurzen Körperfell kaum Wirkung zeigt, weil ihre Borsten dafür zu weich oder zu weit auseinander sitzen.

Wie viele Bürsten braucht man am Anfang wirklich, wenn man gerade erst mit einem eigenen Pferd startet?

Am Anfang reichen die fünf Grundwerkzeuge aus dem ersten Abschnitt völlig aus, mehr braucht es nicht sofort. Spezialwerkzeuge wie ein Fellwechselkamm oder zusätzliche Politurbürsten für Turniere lassen sich später ergänzen, sobald der Bedarf tatsächlich entsteht. Wer unsicher ist, was zuerst wichtig ist, sollte in den ersten Wochen einfach den täglichen Putzvorgang beobachten und danach entscheiden, welches Werkzeug am häufigsten fehlt.

Woran erkennt man, dass eine Bürste ausgetauscht werden muss?

Eine Bürste sollte ausgetauscht werden, sobald die Borsten sichtbar ausdünnen, sich verbiegen oder nicht mehr in Form zurückfedern. Bei Metallstriegeln zeigt sich Verschleiß oft an stumpfen oder verbogenen Zacken, die keinen Schmutz mehr richtig lösen. Ein weiteres Warnzeichen ist ein rissiger oder aufgeweichter Gelgriff, weil dort Feuchtigkeit eindringen und die Bürste innen angreifen kann. Gerade bei täglichem Gebrauch im Stall lohnt sich ein kurzer Blick auf Borsten und Griff alle paar Wochen.

Was tun, wenn das Pferd das Putzen nicht mag?

Wenn ein Pferd das Putzen nicht mag, hilft es meist, mit dem sanftesten Werkzeug an einer unempfindlichen Stelle wie der Schulter zu beginnen, statt gleich mit dem Striegel in empfindliche Zonen zu gehen. Viele Pferde reagieren empfindlich an Bauch, Flanken oder Beinen, dort lohnt sich weniger Druck oder ein Wechsel zur weichen Bürste. Bleibt die Abwehr bestehen, kann eine schmerzhafte Ursache dahinterstecken, etwa eine Hautreizung oder Verspannung, die laut Merck Veterinary Manual tierärztlich abgeklärt werden sollte, bevor das Putzen einfach erzwungen wird.

Rick

Written by

Rick

Rick ist Inhaber von MHS Ruitersport. Mit MiniHorseShop hilft er Reitern und Pferdehaltern dabei, die passende Ausrüstung für Minipferde, Shetlandponys und Großpferde zu finden. In seinen Artikeln teilt er praktische Tipps zur Pferdehaltung, zu Reitsportprodukten und zur Auswahl der richtigen Ausrüstung für Pferd und Reiter.

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